Glossar
In unserem Glossar finden Sie einfache Erklärungen von Fachbegriffen aus den Bereichen Alarmierung, Krisenmanagement und Unternehmenskommunikation.
A
Ein Alleinarbeiter ist ein Mitarbeiter, der allein arbeitet, in der Regel zu ungünstigen Zeiten oder nachts. Alleinarbeitende sind besonders gefährdet, da ihnen die übliche Infrastruktur des Unternehmens nicht zur Verfügung steht, wenn sie arbeiten. In vielen Rechtssystemen gibt es Vorschriften zum Schutz von Alleinarbeitern, wie z. B. die Verpflichtung für Arbeitgeber, Risikobewertungen durchzuführen und Alarmierungsmaßnahmen zu ergreifen.
Ein alternativer Standort ist eine Einrichtung oder ein Gebäude, das besetzt werden kann, wenn der Hauptstandort einer Organisation nicht mehr verfügbar ist. Alternative Standorte sind 24 Stunden / 7 Tage die Woche verfügbar. Bei Bedarf wird der Server vor Ort mit den neuesten Sicherungsdateien hochgeladen, so dass alle Hardwares und Anwendungen mit minimalen Unterbrechungen oder Datenverlusten verfügbar sind. Alternative Standorte gewährleisten die Geschäftskontinuität im Falle einer Krise oder Katastrophe.
B
Eine betroffene Person ist jeder, der von einer Notlage oder Krise betroffen ist. Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) definiert betroffene Personen als Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Asylsuchende oder Staatenlose. Im Zusammenhang mit Notfällen in Unternehmen zählen jedoch auch Mitarbeiter, Kunden, Interessengruppen und die breite Öffentlichkeit zu den betroffenen Personen.
C
Eine Checkliste für das Krisenmanagement enthält detaillierte Anweisungen für jeden Schritt bei der Bewältigung einer unerwarteten Situation. Nach Abschluss jedes Schritts wird dieser als erledigt markiert, und die Maßnahme geht in die nächste Phase über. Eine Checkliste kann ein physisches Dokument sein oder, was häufiger der Fall ist, Teil eines Softwareprogramms, auf das die Einsatzkräfte Zugriff haben und das sie bei Bedarf aktualisieren können. Die Befolgung einer Checkliste gewährleistet, dass die wichtigsten Schritte des Krisenmanagements durchgeführt und nicht vergessen werden.
E
Die Evakuierungsplanung sorgt dafür, dass Bereiche schnell geräumt werden können. Bei einer effektiven Planung sind die Fluchtwege deutlich gekennzeichnet, werden stets frei von Hindernissen gehalten und sind mit geeigneter Beleuchtung und automatischen Nottüren ausgestattet. Die Anzahl und Häufigkeit der Fluchtwege richtet sich nach der Anzahl der zu evakuierenden Personen. Um zu überwachen, wie viele Personen einen Bereich verlassen haben, gibt es einen klar ausgewiesenen Sammel-/Check-in-Punkt.
F
Ein Feuermelder ist ein System zur Erkennung erhöhter Rauch-, Hitze- oder Kohlenmonoxidkonzentrationen im Zusammenhang mit einem Brand. Ein Alarm wird normalerweise automatisch ausgelöst, kann aber auch manuell ausgelöst werden, wenn eine Person ein Feuer entdeckt. Neben einem Evakuierungsalarm können auch Brandbekämpfungssysteme wie Wassersprinkler, Druckgas oder chemischer Schaum ausgelöst werden, sobald ein Feuer entdeckt wird.
I
Das Incident Management beschreibt die Schritte, die eine Organisation unternehmen muss, um geschäftskritische Vorfälle zu identifizieren, zu analysieren und dann zu lösen, und die, wenn sie ungelöst bleiben, zu einer ernsteren Krisensituation führen können. Ein schnelles und effektives Incident Management stellt den Betrieb unter Beibehaltung der Qualitätsstandards und Minimierung der Unterbrechungen wieder her. Ziel des Incident Managements ist es, Vorfälle stets zu korrigieren und ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Eine Incident Response Plattform (IRP) ist ein spezialisiertes Werkzeug, das Organisationen bei der effizienten und effektiven Reaktion auf Sicherheitsvorfälle unterstützt, um Schäden zu minimieren und schnell zu einer Normalisierung zurückzukehren. Sie ermöglicht zentralisierte Verwaltung und Überwachung von Sicherheitsalarmen und -reaktionen durch eine einheitliche Schnittstelle, verbessert durch die Automatisierung von Prozessen wie der Isolation betroffener Systeme. Die IRP integriert sich nahtlos in bestehende Sicherheitssysteme und -tools, fördert die Kommunikation und Zusammenarbeit im Reaktionsteam und erleichtert die detaillierte Analyse und Berichterstattung nach Vorfällen, um Präventionsstrategien zu stärken und Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Zusätzlich bietet sie Planungs- und Trainingstools sowie forensische Untersuchungsmöglichkeiten. Die Kombination mit einer Alarmierungsplattform, die schnelle Benachrichtigungen und zielgerichtete Kommunikation ermöglicht, steigert die Reaktionskapazität und minimiert die Auswirkungen von Vorfällen.
K
Katastrophenmanagment ist der Weg einer Organisation zur Wiederherstellung des normalen Betriebs während und nach einer Krise oder einem Notfall. Da die IT in der heutigen Welt eine immer wichtigere Rolle spielt, umfasst die Notfallwiederherstellung nicht nur die Reparatur bzw. den Wiederaufbau von Produktionsanlagen und Lagern, sondern auch die Wiederherstellung der IT-Infrastruktur und der Datenmengen. Ein Disaster-Recovery-Plan beschreibt die Prozesse und Verfahren, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen werden kann.
Eine Kommandozentrale ist eine zentrale Einrichtung, die eine Notfallmaßnahme einleitet, steuert und koordiniert. Es handelt sich dabei um ein bestimmtes Gebäude, ein mobiles Fahrzeug und/oder einen virtuellen Raum, auf den das Einsatzteam und andere Ersthelfer sicher zugreifen können. Die Kommandozentrale wird von einem gut ausgebildeten, qualifizierten Einsatzleiter geleitet, der die Befugnis hat, das Notfallmanagement unabhängig durchzuführen und zu koordinieren.
Krisenkommunikation umfasst alle Aspekte der Nachrichtenübermittlung während einer Krisenreaktion – von Warntexten an Mitarbeiter und die Öffentlichkeit bis hin zu Pressemitteilungen und sonstigen Mitteilungen. Ein Krisenkommunikationsplan enthält vorab genehmigte Nachrichten, die schlüssig, klar und leicht verständlich sind. Die Krisenkommunikation beginnt sofort, wenn ein Vorfall eintritt, und es werden häufig Aktualisierungen verschickt. Es ist wichtig, dass die Krisenkommunikation ehrlich und transparent ist, um den Ruf des Unternehmens zu schützen.
Das Krisenmanagement umfasst die Verfahren und Maßnahmen, die ein Unternehmen oder eine Organisation bei einem Zwischenfall, der den Betrieb beeinträchtigt, einhalten muss. Es gibt drei Hauptphasen des Krisenmanagements: Planung, Bewältigung und Wiederherstellung. Das Krisenmanagement beinhaltet Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern, Kunden, Interessengruppen und Investitionen sowie zur Gewährleistung der Fortführung des Betriebs. Ein proaktives Krisenmanagement begrenzt die Schwere oder Dauer eines Vorfalls oder kann unter bestimmten Umständen eine Krise sogar ganz abwenden.
In kritischen Situationen können Notfälle unvorhergesehen und jederzeit eintreten. Es ist daher wichtig in der Lage zu sein, schnell zu handeln und angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört beispielsweise das Einberufen von Krisenstäben und die Alarmierung von Teams und Spezialisten, um schnellstmöglich Hilfe zu leisten.
Ein Krisenszenario bezeichnet jeden Vorfall, der den reibungslosen Ablauf eines Unternehmens beeinträchtigt oder nachteilige Auswirkungen auf eine Gemeinschaft hat. Krisenszenarien reichen von Ereignissen wie Naturkatastrophen und Unwettern bis hin zu Cyber- oder Terroranschlägen und IT-Ausfällen. Ein Krisenszenario wird mit Hilfe eines im Voraus geplanten Rahmens für das Krisenmanagement bewältigt, in dem die erforderlichen Schritte festgelegt sind, um Störungen zu minimieren und in schweren Fällen den Verlust von Menschenleben zu vermeiden.
M
Ein System für Massenalarmierung ist ein unverzichtbares Werkzeug für Organisationen und Behörden, um in Notfällen schnell und effektiv Tausende von Menschen zu alarmieren. Durch automatisierte und koordinierte Alarme können die Betroffenen in kürzester Zeit erreicht werden, was die Reaktion auf den Notfall beschleunigt und Leben retten kann.
Im Unternehmen hat die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter höchste Priorität. Aus diesem Grund unterliegt der Fachbereich “Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SGU/EHS)” strengen gesetzlichen Vorgaben. Diese fordern unter anderem ein umfassendes Konzept zur Gewährleistung von Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz, das auf das gesamte Unternehmen ausgerichtet ist. Zum Beispiel können durch regelmäßige Schulungen und Trainings, die Mitarbeiter auf mögliche Gefahrensituationen vorbereitet und mit den notwendigen Schutzmaßnahmen vertraut zu gemacht werden.
N
Ein Notfallplan ist eine detaillierte Aufstellung von Maßnahmen zur Bewältigung plötzlicher oder unerwarteter Zwischenfälle. Sein Ziel ist es, Verletzungen oder den Verlust von Menschenleben zu minimieren sowie Eigentum, Infrastruktur und Umwelt zu schützen. Ein im Voraus festgelegter Notfallplan bedeutet, dass Krisenszenarien im Voraus unter Stress getestet und geübt werden, was die Reaktionszeiten und die Entscheidungsfindung bei einem tatsächlichen Notfall verbessert. Ein Notfallplan wird regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass er immer noch zweckmäßig ist.
S
In zahlreichen Unternehmen, insbesondere in Behörden, Energieversorgern und Gesundheitsdiensten, ist der Einsatz eines stillen Alarmsystems unverzichtbar geworden. Der Schutz von Beschäftigten vor Bedrohungen und Übergriffen hat für Arbeitgeber eine hohe Priorität, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Stillalarmsysteme ermöglichen es, schnell und diskret Hilfe zu rufen und unterstützen somit die Mitarbeiter bei Gefahrensituationen.
U
Die Unternehmensresilienz ist die Fähigkeit eines Unternehmens, sich schnell an Störungen und Zwischenfälle anzupassen, um die Produktion und den Absatz aufrechtzuerhalten oder den Betrieb wiederherzustellen. In einer Business Impact Analysis werden die wichtigsten Risiken für ein Unternehmen ermittelt. Auf der Grundlage dieser Analyse implementieren Unternehmen Strategien, um die größten Bedrohungen für ihre kritischen Infrastrukturen, Prozesse oder Ressourcen zu mindern und so ihre Unternehmensresilienz zu stärken.
Ein Unwetter ist ein meteorologisches Ereignis, das Auswirkungen auf ein lokales oder ausgedehntes Gebiet hat. Der Schweregrad wird in der Regel in vier Stufen gemessen: sehr schwach, schwach, mäßig oder stark. Beispiele für Unwetter sind Regen, Gewitter, Wind, Schnee, Blitze, Eis, extreme Hitze und Nebel. Einige Ereignisse werden im Voraus vorhergesagt, obwohl die Vorhersage der genauen Orte und des Ausmaßes schwieriger sein kann. Andere Unwetter, wie z. B. Überschwemmungen, werden durch Investitionen in Abhilfeinfrastrukturen gemildert und kontrolliert.
Z
Durch ISO-Zertifizierungen wird garantiert, dass international anerkannten Standards eingehalten werden. Diese Zertifizierungen werden regelmäßig überprüft und durch unabhängige Dritte bewertet. ISO-Zertifizierungen gibt es für eine Vielzahl von Bereichen, wie beispielsweise Qualitätsmanagement (ISO 9001), Umweltmanagement (ISO 14001) und Arbeitssicherheit (ISO 45001). Unternehmen, die eine ISO-Zertifizierung erhalten, haben somit ein wertvolles Instrument in der Hand, um ihre Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit zu demonstrieren und zu verbessern.